Träume dürfen Wirklichkeit werden

Ein Spaziergang durch unsere Stadt Burg

Ich - ein Mensch mit vielen Fragen, der Philipp Sievert kennenlernt und sich von ihm seine Heimatstadt zeigen lässt. Ich verfolge keine politischen Ambitionen, sondern bin neugierig auf den kandidierenden Bürgermeister, seine Ideen, seine Visionen und seine Heimatstadt. 

Ich setze mich bei strahlendem Sonnenschein ins Auto nach Burg, denn dort treffe ich gleich den kandidierenden Bürgermeister Philipp Sievert. Im Vorfeld habe ich schon mit ihm telefoniert. Er wirkte am Telefon sehr aufgeschlossen, freundlich und respektvoll. Aufgeregt bin ich demzufolge nicht, sondern freue mich auf die Begegnung. In 6 Wochen sind Wahlen und ich möchte ihn einfach kennenlernen. 

Nach ca. 30 Minuten Fahrt komme ich an der Stadthalle in Burg an, wo wir uns zu einem Spaziergang durch die Stadt verabredet haben. 

Philipp Sievert steigt aus seinem Auto. Er trägt eine schwarze Jeans und ein blaues Hemd. Auch für den uns begleitenden Fotografen ein optisch gut gewähltes Outfit.  

Philipp Sievert

Wir gehen in Richtung Innenstadt. Das Aufnahmegerät wird gestartet und die erste Frage gestellt: "Wer ist Philipp Sievert?" Bereitwillig erzählt Philipp Sievert über seinen Werdegang und dabei wird deutlich, er ist ein Burger! Hier wurde er geboren, ist hier zur Schule gegangen und hat ebenfalls die Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter in seiner Heimatstadt absolviert.

 Für das Studium hat er Burg erstmals für längere Zeit verlassen. Er studiert Verwaltungsökonomie in Halberstadt. Danach fängt er bei der Förderservice GmbH als Projektmitarbeiter für die Bereiche Unternehmensberatung, Fachkräftesicherung und Personalentwicklung an. Er unterbricht die Tätigkeit für ein Praktikum, kehrt aber zurück, um als Regionalberater tätig zu werden. Berufsbegleitend erwirbt er den Masterabschluss im Bereich Wirtschaftsförderung ebenfalls an der Hochschule in Halberstadt. Beruf und Studium gleichzeitig zu meistern stellt sicher eine besondere Herausforderung dar und zeugt von großer Zielstrebigkeit.

Die Stadt Burg hatte eine Stelle als Tourismusmanager ausgeschrieben. Philipp Sievert nutzt die Chance, bewirbt sich und wird eingestellt. So kommt er an den Ort seiner Ausbildung und in seine Heimatstadt zurück.

HOCH HINAUS 

Während des Gesprächs schaue ich mir immer wieder die Innenstadt an. Ich bin beeindruckt von den schönen Bauten, die sich zwischen Ladenflächen und dem Markt erstrecken. Philipp Sievert hebt immer wieder die Hand und winkt Menschen zu, die er kennt. Manche schauen neugierig zu uns herüber. Mit einem Fotografen durch die Stadt schlendern ist vermutlich auch Burg nicht alltäglich. 

Meine nächste Frage zielt darauf ab, zu erfahren, wann der Entschluss gereift ist, Bürgermeister zu werden. Etwas schmunzelnd berichtet Philipp Sievert, dass er sich früher nur für Fußball interessiert hat. Irgendwann kam das Thema Verwaltung im Ort dazu. Er habe sich in der Verantwortung gesehen, die Verwaltungsthemen für den Bürger zu übersetzen und verständlich zu machen.

Den Standort möchte er attraktiv gestalten und mitwirken bei den Themen "Wirtschaftsförderung" und "soziales Engagement". Als zukünftiger Bürgermeister sind für ihn aber auch die Bereiche "Ökologie", "regionale Wertschöpfungsketten" und "Klimaschutz" besonders wichtig. Hier sieht er eine große Herausforderung für sich und seine Heimatstadt.

DER KREISLAUF 

Ich bemerke den ein oder anderen Leerstand und frage weiter nach der wirtschaftlichen Lage der Stadt. Philipp Sievert sieht in der breitgefächerten Wirtschaftskultur einen Grund für wenig wirtschaftliche Schäden. Er überlegt, wie er Burg für Menschen attraktiv machen kann und sieht dabei Möglichkeiten in Repaircafes und der nachhaltigen Nutzung von Obst und Gemüse aus der Region. Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie sind die Themen, womit er die Stadt prägen möchte, die für ihn aber auch eine Herzensangelegenheit sind. Damit möchte er den Standort und das regionale Bewusstsein stärken.  

MICHAEL 

Auf unserem Weg treffen wir zufällig seinen ehemaligen Fußballtrainer Michael Hucke. Er trainiert aktuell die 1. Herrenmannschaft in Burg und die Kids am DFB-Stützpunkt zur individuellen Talente Förderung in Sachsen-Anhalt. Im Gespräch erzählt Philipp Sievert von seinen Ideen Coworking-Spaces und Nachhaltigkeit. Bei Michael Hucke zeigt sich eine gewisse Skepsis, dass dieses Riesenprojekt in Burg realisierbar ist. Darauf reagiert der Bürgermeisterkandidat mit Beispielen aus anderen Städten und den Aussagen von Zukunftsforschern. Nicht unbeeindruckt von den Ausführungen verabschiedet sich Michael Hucke mit den besten Wünschen für die Realisierung dieser Aufgaben.


Der Weg führt uns weiter die Einkaufsstraße weiter entlang zum Markt. Heute ist Markttag. Irgendwie hat die Stadt eine gewisse Ausstrahlung. Heimelich beschreibt es treffend: "Ich bin überrascht, wie schön Burg ist. Das beschäftigt mich sehr. Externe die herkommen, finden Burg sehr schön, aber das Image von Burg ist eben einfach nicht gut. Da muss im Stadtmarketing noch mehr gemacht werden."  

VISIONEN DER JUGEND 

Meine nächste Frage gilt dem Thema Kinder- und Jugendarbeit. Um Kinder- und Jugendliche stärker an den öffentlichen Themen zu beteiligen, möchte er einen "Stadtrat für die Jugend" einführen. Dort sollen sie über Budget und Projekte mitentscheiden und eigene Visionen umsetzen. Diese Maßnahme ist unabhängig vom " Burger-Budget". Neue Ziele erfordern auch neue Wege. Die BurgerInnen mitnehmen, sie zu motivieren, Ideen und Projekte einzureichen und bei der Realisierung mitzubestimmen, das ist sein Ziel. Das Budget wird in der Haushaltsplanung definiert und kann für die verschiedensten Projekte genutzt werden.

Eine seiner Ideen bezieht sich auf den Industriepark. Zwischen dem Industrie- und Gewerbepark kann eine bessere Verbindung hergestellt werden. Dafür stellt er sich einen Experimentier- und Wirtschaftscampus vor, wo die Talente von Morgen Ideen entwickeln können. 

VON RUINEN UND CAFÉS 

Wir gehen weiter und kommen an einem See vorbei. Es ist wunderschön hier. Der Höckerschwan genießt die Sonne und die Vögel sind mitten in der Balz. Alles wirkt wie ein Ruhepol von der Betriebsamkeit der Stadt. Mir geht das Erlebte durch den Kopf und für mich wird klar, dass Philipp Sievert in Burg mehr als nur eine Stadt sieht. Die emotionale Verbindung zur Heimatstadt treibt und motiviert ihn. Er sieht die Probleme, aber auch das Potenzial, beispielsweise den Charme der Altstadt. Es gibt hier so viele Gestaltungsmöglichkeiten. Mögliche Cafés, Ruinen, die aufgebaut und zu Geheimtipps werden könnten. Philipp Sievert stellt sich eine stärkere Verbindung zwischen Wohnen und Arbeiten in Burg vor. Seine Visionen sind Arbeiten und Leben im modernen Mittelalter, Coworking-Spaces und Genossenschaftsformen. Ein Gemeinsames Projekt mit der Stadt, kombiniert mit Raum für Startups oder kleine Existenzgründer. 

RUNDHERUM 

Ich kneife die Augen zusammen, weil die Sonne mich blendet. Dabei drehe ich mich kurz um, damit mir Schatten ins Gesicht fällt. Mein Blick fällt auf eine Art Bundesstraße.

Ich denke an die umliegenden Ortschaften. Burg hat sechs davon. Die Verbindung zwischen Burg und den umliegenden Orten muss gestärkt und verbessert werden, stellt der Bürgermeisterkandidat fest. Er kann sich vorstellen, Radwege auszubauen auch zur Förderung der Nachhaltigkeit.

Philipp Sievert erläutert, dass er Highlights in Burg schaffen möchte, damit es einfach mehr Gründe gibt nach Burg zu fahren. Outdoorfitnessgeräte und mehr Sitzgelegenheiten - Bänke und drumherum Bienenwiesen. Kleine Dinge die Großes bewirken können. 

IM WEIN DIE WEITSICHT 

Wir gehen am Wasserturm vorbei und kommen zum Weinberg. Hier fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Auch Philipp Sievert ist von diesem Ort immer wieder beeindruckt und zählt ihn zu einem seiner Lieblingsplätze in Burg, an dem man Kraft schöpfen kann für neue Aufgaben.

Die wird er brauchen als Bürgermeister bei der Umsetzung der vielen Ideen und Visionen für seine Heimatstadt.

Reportage: Jana Bierwirth

Fotos: René Sandt - RS-Social-Media.de